Durch eine geeignete Therapie lernt der Betroffene sein vorhandenes Potential zu nutzen und mit seinen Schwächen umzugehen. Die Therapie sollte dazu führen, dass sich schulische Leistungen, soziale Kompetenz und Selbstwertgefühl verbessern.
ADS als vielschichtiges Krankheitsbild braucht nach einer mehrdimensionalen Diagnostik eine ‚multimodale Therapie‘.
Die multimodale Behandlung im Überblick:
Erziehungskonzepte (Regelmäßigkeit im Tagesablauf, Punkte- bzw. Verstärkerpläne) psychologische Betreuung
Bewegungs-/Beschäftigungs- und Verhaltenstherapie
Ggf. Medikation
Behandlung von Teilleistungstörungen (Legasthenie- und Dyskalkulietraining)
Elterntraining und -betreuung
Beratung der an der Erziehung beteiligten Personen (Kindergarten, Schule)
Kooperation aller Beteiligten ist unerlässlich!
Um ein besseres Verständnis für die Erkrankung zu erhalten, sollten sich Eltern und Pädagogen gründlich über das Krankheitsbild informieren. Das schafft eine neue Sichtweise für das „problematische“ Kind und führt zur veränderten Erziehungshaltung.
Ein weiterer wichtiger Aspekt für die Förderung von Kindern und Jugendlichen mit ADS ist die Kooperation aller Bezugspersonen des Kindes innerhalb und außerhalb der Schule. Dazu zählen beispielsweise der kollegiale Austausch von Informationen, gemeinsam getragene Maßnahmen und vor allem einheitliche Verhaltensregeln und deren Durchsetzung in Schule und Elternhaus. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und der Austausch zwischen Eltern und Pädagogen ist für alle förderlich.
Neben der Behandlung durch Fachleute ist der Kontakt zu Selbsthilfegruppen wie der unseren hilfreich. Interessierte Eltern, Erzieher und Pädagogen erhalten dort unverbindliche Informationen, aktuelle Literatur und praxiserprobte Tipps. Im persönlichen Gespräch finden Eltern Verständnis und Unterstützung sowie Hinweise auf Anlaufstellen und Therapieangebote in der näheren Umgebung.
Eine weitere Selbsthilfegruppe gibt es in Weilburg mit dem Namen „Träumer und Zappelphilipp“.