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    Viele haben es - alle erleben es, aber nur Wenige wissen etwas Genaueres darüber.

    Zunächst einmal: ADS/ADHS zu haben ist kein Weltuntergang, keine Modeerscheinung und keine spezielle Krankheit unserer Zeit.

    ADS/ADHS ist jedoch eine ernsthafte neurobiologisch bedingte Störung der Informationsverarbeitung. ADS gab es schon immer, wie es in dem uns allen bekannten „Struwwelpeter“ von Heinrich Hoffmann aus dem Jahre 1848 geradezu lehrbuchhaft und mit allen Facetten beschrieben wird.

    Für Betroffene ist eine korrekte Diagnose und fundierte Information oft der erste Schritt zur Verbesserung ihrer Lebenssituation. Es betrifft Mädchen und Jungen sowie auch Erwachsene, da das Krankheitsbild nicht im eigentlichen Sinn als heilbar gilt.

    ADS/ADHS ist die am häufigsten diagnostizierte psychiatrische Störung im Kindes- und Jugendalter. Man geht davon aus, dass ca. 5 - 10 % eines Jahrganges von ADS mit/ohne Hyperaktivität betroffen sind (ca. 2 Kinder pro Schulklasse), viele davon noch immer ohne korrekte Diagnose und ohne geeignete Hilfe.

    Entgegen früherer Annahme wächst sich das Problem in der Jugendzeit meist nicht aus, sondern es vermindert sich lediglich die überschießende motorische Unruhe. Das zentrale Problem der Aufmerksamkeitsstörung hingegen, die Unaufmerksamkeit, bleibt vielfach bestehen, nicht selten auch die Impulsivität. Delinquenz und Drogenmissbrauch im Jugend- und Erwachsenenalter beruhen Experten zufolge sehr oft auf einem nicht erkannten und folglich nicht therapierten ADS.

    Andererseits sind Menschen mit ADS auch als weltberühmte Persönlichkeiten in die Geschichte eingegangen. Namen wie Albert Einstein oder Thomas Edison werden aufgrund ihrer schwierigen Schulzeit mit ADS in Verbindung gebracht.

    Dustin Hoffmann und Bill Gates seien stellvertretend für die vielen Menschen unserer Zeit, die ihren Weg trotz oder vielleicht gerade wegen ihres ADS so erfolgreich beschreiten. Eine gute Intelligenz und ein günstiges soziales Umfeld helfen ADS-Betroffenen, trotz dieser dieser Belastung das Leben in erfolgreiche Bahnen zu lenken.

    Man unterteilt in Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom mit Hyperaktivität (ADHS) und ohne Hyperaktivität (ADS). Beide Erscheinungsbilder haben die gleiche Ursache und kommen nicht selten in der gleichen Familie vor. Dazwischen gibt es aber auch Mischformen.

 

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